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Newsletter der Aerztegesellschaft des Kantons Bern
02/06/2020

 
 

Umsicht in Zeiten der Unsicherheit

 
 

Geschätzte Kolleginnen und Kollegen

 
 

Ab dem 6. Juni 2020 werden die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus weiter und mit grossen Schritten gelockert. Das ist ein mutiger, in der Gesamtsituation aber vertretbarer Zug des Bundesrates. Zwar stecken sich im Moment nur noch wenige Menschen in der Schweiz mit dem Coronavirus an. Doch haben uns die vergangenen Monate gezeigt, wie schnell sich die Lage zum Guten wie zum Schlechten ändern kann. Deshalb ist es nun umso wichtiger, dass wir die vorgegebenen Schutzmassnahmen weiterhin konsequent einhalten und die Schutzkonzepte umsetzen. Dies wird auch ausschlaggebend dafür sein, ob und in welchem Ausmass es zu einer zweiten Welle der Pandemie kommen wird. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Patientinnen und Patienten sowie Ihre Mitarbeitenden immer wieder auf die Schutzmassnahmen und deren Wichtigkeit aufmerksam zu machen.

Jetzt Lager mit Schutzmaterial füllen

Wir werden mit Unsicherheit leben müssen. Umso wichtiger ist eine umsichtige Planung, basierend auf Erfahrungen, die wir in der Zeit der Krise gemacht haben. Das Kantonsarztamt (KAZA) hat im Newsletter 13/ 2020 die Leistungserbringer aufgefordert, jetzt ihre Lager für Schutzmaterial aufzustocken und sicherzustellen, dass der Bedarf für mindestens 4 Monate gedeckt ist. Sollte eine zweite Ansteckungswelle kommen, darf nicht damit gerechnet werden, dass der Kanton erneut Schutzmaterial besorgen wird. Wir alle sind gemäss Pandemieplan in der Pflicht, unsere eigenen Massnahmen zu treffen und für die entsprechende Ausrüstung zu sorgen.

Der weitere Pandemieverlauf ist schwer abzuschätzen, das KAZA geht davon aus, dass sich die angespannte Lage bis in den Frühling 2021 fortsetzen wird. Auch dürften die Massnahmenlockerungen zu mehr Ansteckungen mit COVID-19 führen. Wir raten Ihnen dringend, jetzt Ihre Lager aufzufüllen, um für eine mögliche zweite Welle gewappnet zu sein.

Genügend Impfdosen für saisonale Grippe bestellen

Sollte es Ende Jahr zu einer zweiten Coronawelle kommen, besteht zudem die Gefahr einer Überlagerung von COVID-19 mit der saisonalen Grippe. Dem gilt es nach Möglichkeit entgegenzuwirken. Besorgen Sie deshalb rechtzeitig und genügend Impfdosen gegen die saisonale Grippe, für Ihre Patientinnen und Patienten sowie Ihre Mitarbeitenden und legen sie allen dringend ans Herz, die Impfung gegen die saisonale Grippe durchführen zu lassen. Angesichts der Coronapandemie darf mit einer erhöhten Bereitschaft der Bevölkerung und des Gesundheitspersonals zur Grippeimpfung im Herbst gerechnet werden.

Tests für Gesundheitspersonal mit COVID-19-Symptomen

Weiterhin sollen alle Personen mit Symptomen wie Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit und/oder plötzlich auftretender Anosmie oder Ageusie mit oder ohne Fieber, Fiebergefühl oder Muskelschmerzen getestet werden. Tests an Gesundheitspersonal (auch z.B. an der MPA in der Arztpraxis) können und sollen über die Unfallversicherung abgerechnet werden. Detaillierte Informationen zur Teststrategie sowie zur Vergütung der Testkosten entnehmen Sie dem aktualisierten Faktenblatt «Regelung der Kostenübernahme der Analyse auf SARS-CoV-2 und der damit verbundenen medizinischen Leistungen».

Veranstaltungen bis 300 Personen / Delegiertenversammlung der BEKAG

Dass ab dem 6. Juni 2020 Veranstaltungen bis 300 Personen mit Schutzauflagen wieder durchgeführt werden können, ist für viele Vereine und Verbände eine grosse Erleichterung. So sind auch wir froh, kann die Delegiertenversammlung der BEKAG am 18. Juni 2020 im Kursaal Bern stattfinden, nachdem sie im März verschoben werden musste. Dienste wie HIN-Video-Talk, Zoom, Microsoft Teams oder Skype haben sich zwar in den vergangenen Monaten als sehr nützlich erwiesen, doch sind Videokonferenzen auf die Dauer kein Ersatz für die direkten persönlichen Begegnungen.

«Nach und nach erhalten wir unsere Freiheiten zurück», so Bundesrätin Karin Keller-Sutter an der Medienkonferenz vom 27. Mai 2020. Hoffen wir, dass die Menschen in der Schweiz diese neuen Freiheiten zu nutzen wissen. Bleiben wir dran – miteinander, füreinander!

Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute und bleiben Sie gesund!

Im Namen des geschäftsführenden Ausschusses

Dr. med. Esther Hilfiker, Präsidentin
Dr. med. Rainer Felber, Vizepräsident

 
 

 
   
 


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