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Newsletter der Aerztegesellschaft des Kantons Bern
04/05/2020

 
 

Aktuelle Mitteilungen in Zusammenhang mit COVID-19

 
 

Geschätzte Kolleginnen und Kollegen

 
 

Wir hoffen, dass Ihr Start in die schrittweise Aufhebung des Lockdowns geglückt ist und Sie bereits in eine Art Normalität zurückgefunden haben. Es ist ein vorsichtiges Vortasten, und es gilt, wachsam zu bleiben. Gerade deshalb ist es wichtig, Schutz- und Hygienemassnahmen weiterhin konsequent einzuhalten.

Wir haben hier für Sie aktuelle Mitteilungen in Zusammenhang mit COVID-19 zusammen­getragen. Alle Informationen finden Sie auch in unserem Corona-Dossier auf der BEKAG-Website (https://www.berner-aerzte.ch/startseite/coronavirus.html). Beachten Sie bitte auch die per 4. Mai 2020 aktualisierten FAQ.

Durchführung von periodischen verkehrsmedizinischen Kontrolluntersuchungen für Senioren und Berufschauffeure: aktuelle Regelung

Das Bundesamt für Strassen ASTRA hat am 24. April 2020 verfügt, dass die periodischen verkehrsmedizinischen Kontrolluntersuchungen für Senioren und Berufschauffeure wieder durchzuführen sind. Dazu werden durch das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern in den bisher sistierten Fällen im Nachgang der oben erwähnten Verfügungen wiederum die gleichartigen Schreiben verschickt, welche zur Zeit der Sistierung der Untersuchung hängig waren (Aufgebot/ Erinnerung). Der BEmedko-Zugangscode bleibt dabei der gleiche. Jedoch wird eine neue Untersuchungsfrist von 2 Monaten bei Aufgeboten bzw. von 30 Tagen bei Erinnerungen gewährt. Eine Fristverlängerung kann auf Gesuch des Probanden hin geprüft werden.

Arbeitsunfähigkeitszeugnisse für besonders gefährdete Personen

Auch nach der Lockerung der Massnahmen des Bundesrats gilt: Ärztinnen und Ärzte sollen besonders gefährdete Personen nicht mit einem Arbeitsunfähigkeitszeugnis krankschreiben. Das einzige, was Sie auf Anfrage tun müssen, ist schriftlich bestätigen, ob eine Person zu einer vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) definierten Risikogruppe gehört oder nicht. Es muss laut BAG nicht notwendig aufgeführt werden, zu welcher Risikogruppe eine Person gehört, bzw. wenn, dann nur sehr allgemein. Es ist also keine genaue Diagnose anzugeben, auch soll die Dauer des Attestes nicht befristet werden. Arbeitsunfähigkeitszeugnisse im eigentlichen Sinne sollen nur dann und für den entsprechenden Zeitraum ausgestellt werden, wenn die betroffene Person tatsächlich krank ist.

Bestellplattform des Kantons

Mit unserem Newsletter vom 25. April 2020 haben wir Sie auf die Bestellmöglichkeit für Bestellungen von Schutzmaterial via Online-Bestellformular (auf www.be.ch/material und Passwort: BE2020go!) aufmerksam gemacht. Die Bestellplattform des Kantons ist eine Erfolgsmeldung und wird entsprechend rege genutzt! Nach der zweiten grossen Ladung von Schutzmaterial füllen sich die Lager des Kantons nun zunehmend.

Erweiterung der COVID-19 Teststrategie und Vergütung der Analyse

Per 24. April 2020 hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die «Teststrategie» geändert. Neu sollen alle symptomatischen Personen geprüft werden. Das BAG hat deshalb ein Faktenblatt zur «Vergütung der diagnostischen Analyse auf SARS-CoV-2» publiziert.

Bitte beachten Sie dazu auch die Informationen, die Sie am 1. Mai 2020 von der FMH erhalten haben. Neu und wichtig für Sie: Auf dem Laborauftrag muss die Indikation zur Analyse zwingend mit einer der folgenden Fallkonstellationen vermerkt werden:

  • Epidemiologisch: Die Kosten gehen zu Lasten des Kantons, weil die Person zwar die BAG-Testkriterien erfüllt, aber aus dem Test keine direkte therapeutische Konsequenz entsteht.
  • Krankheit: Die Kosten gehen zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung OKP.
  • Berufskrankheit: Die Kosten gehen zu Lasten der Unfallversicherung.
  • Selbstzahler: Der Test erfüllt die BAG-Testkriterien nicht, d.h. es handelt sich um eine freiwillige Testung.

Contact-Tracing

Sind Sie als Ärztin/Arzt selbst an COVID erkrankt oder positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden? Halten Sie sich bei der Meldepflicht unbedingt an die Vorgaben der Behörden und vergessen Sie beim konsequenten Contact-Tracing auch nicht die Patienten, mit welchen Sie engen Kontakt hatten!

Besucherregelung für Spitäler und Pflegeheime im Kanton Bern

Trotz Lockerung der Massnahmen zum Schutz vor COVID-19 bleibt die Besucherregelung für Spitäler und Pflegeheime im Kanton Bern vorerst restriktiv. Nur für Palliative-Care-Einheiten und Intensivpflegestationen (IPS) werden die Vorgaben teilweise gelockert. Eine einheitliche, kantonsweite Lösung wird angestrebt. Erkundigen Sie sich im Bedarfsfall direkt bei der entsprechenden Institution nach den Regelungen.

Reduktion der Fortbildungspflicht für das Jahr 2020

Die COVID-19-Krise verunmöglicht die Durchführung von vielen Kongressen, Fortbildungsveranstaltungen und Kursen. Die meisten Ärztinnen und Ärzte sind im laufenden Jahr nicht in der Lage, ihrer Fortbildungspflicht vollständig nachzukommen. Deshalb reduziert das Schweizerische Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) die Fortbildungspflicht. Details entnehmen Sie der Website des SIWF (Frage 35 der FAQ).

Aerztegesellschaft des Kantons Bern nun auch auf Twitter

Die Aerztegesellschaft des Kantons Bern ist neu auch auf der Kurznachrichtenplattform Twitter aktiv. Unter https://twitter.com/berneraerzte veröffentlichen wir eigene Beiträge oder verweisen auf Informationen von anderen Gesundheitsinstitutionen. Folgen Sie uns!

Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute in dieser speziellen Zeit! Bleiben Sie gesund!

Im Namen des geschäftsführenden Ausschusses

Dr. med. Esther Hilfiker, Präsidentin
Dr. med. Rainer Felber, Vizepräsident

 
 

 
   
 


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